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Ist alles Gold was glänzt?

In den letzten Wochen und Monaten ist der Goldpreis rasant angestiegen. Manche Analysten sprechen bereits von einer Goldbubble, ähnlich wie wir sie vor kurzem bei den Immobilien gesehen haben. Andere wiederum sprechen von einer vollkommen normalen Hausse des Rohstoffs.

Viele Berater sind auf den Zug aufgesprungen und verkaufen bereits Goldprodukte. Das ist einer der Gründe warum der Goldanstieg nicht ewig währen wird. Immer dann, wenn die Schar der “Anlagespezialisten” auf den Zug aufgesprungen ist, war 24 Monate später der Crash da. Egal ob es die Aktien am Ende des 20. Jahrhunderts waren oder die Immobilien vor ein paar Jahren. Immer dann wenn die Masse in eine Kategorie investiert hat, war der Zusammenbruch nahe. So sehe ich es auch mit dem Gold.

Insgesamt sind Rohstoffe im Moment sehr stark. Bereits vor einigen Monaten hat man über die Rohstoff-Blase gelesen. Dazu kann ich nur jedem ein gutes Buch von Jim Rogers empfehlen. Meiner Meinung nach sind Finanztitel immer noch unterbewertet. So hat zB die CitiGroup einen Kurseinbruch von mehr als 90 % erlitten. Wenn die Aktie jetzt ein Plus von 100 % hat, ist sie immer noch auf nur 20 % des Niveaus vom ehemaligen Höchststandes.

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Banken, Versicherungen und mehr

Jeder der mich kennt, kennt auch meine Meinung über Institutionen und Berater. Das hat auch seinen Grund. Seit mehr als 12 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Finanzmärkten. Ich war in meiner Vergangenheit für mehrere internationale Finanzkonzerne tätig und konnte daher viele Dinge kennenlernen, die oft einen massiven Schaden für den Klienten bedeuten können.

Daher kann ich nur wirklich jedem dazu raten die Finanzwelt selbst kennen zu lernen und sein eigener Berater zu werden. Viele Menschen träumen, von den Erträgen ihres Kapitals leben zu können. Dh sie wollen ihr Geld für sich arbeiten lassen. Wenn das auch für sie zutrifft, ist es an der Zeit sich intensiv mit den Geld- und Finanzmärkten auseinander zu setzen und es zu lernen. Denn so wie sie auch für ihren Beruf lernen mußten, müssen sie auch lernen wie Geld für sie Geld erweirschaften kann.

Von Beratern halte ich nichts. Gerade habe ich eine Statistik gelesen aus der hervorgeht, dass 70 % aller Finanzberater nebenberuflich tätig sind. Wollen Sie ihr Geld und ihren Vermögensaufbau wirklich jemandem überlassen der es nebenbei macht?

Ich treffe ständig auf Berater die sich mir “verkaufen” wollen. Eine der ersten Fragen die ich immer stelle ist “Wieviel Vermögen haben Sie?” Die meisten Berater verstummen hier. Ganz ehrlich; wie soll mich jemand in Gelddingen beraten der selbst kein Vermögen hat? Wie soll er mich reich machen? Der alte Spruch “Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe” scheint auch hier nicht fremd zu sein. Doch wie heißt es so schön? “Beim Geld hört die Freundschaft auf.” Trotzdem lassen sich tausende Menschen von nebenberuflichen Bausparkassen- und Versicherungsvertretern beraten. Oft wundern sie sich wenn die Finanzierung der Traumimmobilie dann doch nicht so günstig ausfällt wie geplant oder die Ablaufleistung der Lebensversicherung doch nicht der Garantie entspricht sondern deutlich darunter liegt.
Dem Berater ist das in vielen Fällen oft vollkommen egal oder noch öfter überhaupt nicht bewußt. Wie denn auch? Wie soll ich denn in einem 2 tägigen Seminar die Finanzwelt kennenlernen? Wie soll ich einen Beruf in 2 Tagen erlernen? Das geht doch überhaupt nicht.

Doch auch die Institutionen die dahinter stehen können noch einiges dazulernen. Ein Bankgespräch dem ich vor kurzem beiwohnen durfte bestätigt mich dabei. Es ging um den Überziehungsrahmen am Girokonto. Die Höhe war schnell vereinbart, nun ging es um die Zinsen. 9,5 % p.a. war das Angebot der attraktiven Bankberaterin einer Regionalbank. Kurz einmal gerechnet. Der Euribor liegt bei 0,821 % (heutiges Datum) – damit liegt der Gewinn der Bank bei mehr als 1050 % p.a. Jetzt ist wohl jedem klar warum die Banken trotz Krise positive Zahlen schreiben. Doch woher kommt diese Summe?
Die Bank zahlt an die EZB einen Zinssatz von 0,821 % wenn sie sich das Geld dort ausborgt und gibt den gewünschten Betrag an den Kunden weiter.  Der Kunde bezahlt 9,5 % das sind also 1050 % mehr als die Bank selbst bezahlt.

9,5 * 100 / 0,821 = 1.057,21

Als Sicherheit hinterlegt die Bank 8 % der Summe bei der EZB. Ich nehme an, von dieser Seite hat ihnen ihr Berater die Finanzwelt bis dato noch nicht dargestellt, oder?
1050 % Gewinn im Jahr und das auch noch ziemlich garantiert, denn der Kunde um den es in diesem Beispiel geht hat keinen einzigen Kredit und ein sehr gutes Einkommen. Die Höhe des Rahmens entspricht etwa 70 % des Monatseinkommens.
Die Begründung der Bankberaterin: “Die Bank muß ja auch von was leben.” – ja, dem kann ich nur zustimmen. Die Bank muß von was leben und neues Vermögen auf Kosten der Konsumenten schaffen.

Vielleicht ist es ihnen nun klar warum kein Weg an der Ausbildung zum eigenen Finanzberater vorbeiführt. Wie das geht? Ich werde es ihnen mitteilen.

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Arme Rentner?

Da soll sich noch Einer auskennen: Zuerst erhöht die deutsche Regierung die Renten um knapp 2 %. Dann nehmen die Rentner den Rechenstift in die Hand und rechnen nach. Unterm Strich kommen dann 10 Euro mehr im Monat heraus. “Die Alten werden immer mehr”, meint dazu Roman Herzog.

 

Natürlich sind die Rentner in Deutschland da ausser sich. Doch war es nicht absehbar, dass es irgendwann einfach nicht mehr geht? Wer in den nächsten 20 Jahren in Pension geht und da nicht kräftig vorsorgt ist wirklich ein Armer und wird im Alter massive finanzielle Probleme haben. Dieses Dilemma gibt es aber nicht nur in Deutschland. Genauso sieht es in fast allen europäischen Ländern aus.

 

Klarer Weise sind die Rentner und Pensionisten beleidigt. Immerhin geht es um ihr Wohl. Trotzdem sieht die Politik keinen anderen Weg. Denn woher soll denn das ganze Geld kommen? Es ist ja nichts da.

 

Oscar Lafontaine lacht sich dabei ins Fäustchen. Doch was will er denn verändern? Ja klar, 20 Millionen Rentner sind 20 Millionen Wähler. Doch wo nichts ist, kann man nichts nehmen bzw. geben. Es führt kein Weg an einer vernünftigen privaten Vorsorge vorbei. Arm sind nur diejenigen die keine Zeit mehr haben.

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